Wappen Gemeinde Gauting

Das aktuelle Konzept

Ansicht - Bahnhofstraße
Foto: Stefan Schuhbauer v. Jena
Ansicht - Rafael-Katz-Straße
Foto: Stefan Schuhbauer v. Jena
Ansicht - Bahnhofstraße/Kriegerdenkmal
Foto: Stefan Schuhbauer v. Jena

 

Das Ortsbild prägen die geplanten Gebäude im Wesentlichen durch drei viergeschossige Wohngebäude, welche auf einem ebenerdig durchgehenden Sockelgeschoss platziert sind und in ihrer Position der Straße folgend die Umgebung aufnehmen. Insbesondere durch die gegliederte Architektur der Wohnnutzung gelingt es, das bislang vorhandene blockartige Gefüge der ehemaligen Grundschule entlang der Bahnhofstraße aufzulockern und Zwischenräume sowie Blickachsen zu schaffen.

Neben der Wohnnutzung in den Obergeschossen beinhaltet das Sockelgeschoss den von der Gemeinde Gauting wie dem örtlichen Gewerbeverein ZfG gewünschten Einzelhandel. Vor allem die Belegung mit einem EDEKA-Lebensmittelmarkt und einem dm-Drogeriemarkt soll zukünftig wieder mehr Kaufkraft in der Gemeinde selbst binden und somit auch zur Stärkung des in der Bahnhofstraße vorzufindenden kleinflächigen Einzelhandels beitragen. Das ist wichtig, um die Nahversorgung in Gauting auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten und Leerstand in der Ortsmitte zu verhindern.

Insgesamt entstehen 4.150 Quadratmeter Wohnfläche verteilt auf 52 Wohnungen, 2.570 Quadratmeter Einzelhandelsfläche sowie 280 Quadratmeter Büro- und Dienstleistungsfläche. Das Bauvorhaben beinhaltet eine Tiefgarage mit 94 Stellplätzen. Diese Stellplätze werden von den Anwohnern und Beschäftigten genutzt. Weitere 42 Stellplätze sind auf dem Grundstück vorgesehen und stehen den Kunden zur Verfügung. Darüber hinaus stehen neben dem Bike & Ride-Parkplatz am Bahnhof auch rund 25 Fahrradständer bereit.

Ortsverträgliche Planung


Die städtebauliche Integration erfolgt durch die klare Definition der stadträumlichen Kanten zum Bahnhofplatz, der Bahnhofstraße und der Ammerseestraße. Die Höhe orientiert sich im Wesentlichen an der alten Grundschule und überschreitet diese um lediglich 1,5 Meter.

Auf dem ehemaligen Grundschulareal befanden sich schon immer große und markante Gebäude. Sowohl das frühere Hotel und die Tabakwarenfabrik als auch die Grundschule waren hohe und breite Gebäude, die die neue Planung aufgreift. Sie bleibt 3,5 Meter unter der Firsthöhe der Tabakwarenfabrik und liegt lediglich 1,5 Meter über der mittlerweile abgerissenen Grundschule. Auch die Fassadenflächen sind fast identisch: in der Sichtbeziehung vom Kriegerdenkmal rund 473 m² (Schule) zu 479 m², von der Bahnhofstraße rund 1.009 m² (Schule) zu 1.007 m².

Die Strukturierung des Areals mit drei Gebäuden schafft insgesamt eine Lebendigkeit für das Gesamtareal. Eine gewisse städtebauliche Dichte ist an dieser Stelle gewollt und von zahlreichen unabhängigen Fachleuten empfohlen.

Durch die Differenzierung in drei Bauvolumen gliedert sich der Gebäudekomplex und schafft die Möglichkeit, allseitig attraktive Fassaden zu gestalten.

Der durchgehende erdgeschossige Sockel mit den Einzelhandelsflächen bietet großflächige Einblicke in die Handelsbereiche und erhält eine helle Klinkerfassade. Zusätzlich erhalten die Wohnungen hier Zugänge.

Darüber hinaus bieten die in die Fassade integrierten Sitzgelegenheiten eine Aufenthaltsqualität für die Bürger. Alle Wohnungen sind barrierefrei und seniorengerecht konzipiert. Die aufgehenden Wohngebäude erhalten eine hochwertige, helle Putzfassade. Die bodentiefe Verglasung mit den Holzschiebeläden und die eingeschobenen Loggien bieten ein abwechslungsreiches Fassadenbild. Die der Grundschule zugewandten Fassaden erhalten statt der Loggien herausragende Balkone, die das Erscheinungsbild auf dieser Seite abheben und die vielseitige Gestaltungsqualität unterstreichen. Durch den Einsatz von hellem Klinker, hellem Putz und den warmen natürlichen Holzflächen von Fensterprofilen und Holzschiebeelementen entsteht ein hochwertiges Erscheinungsbild und eine Aufwertung für das gesamte Areal. Der Neubau wird städtebaulich sinnvoll eingebunden und bauliche Maßnahmen werden sowohl schützend als auch zur Steigerung der Attraktivität bewusst eingesetzt.

Die Dachflächen sind generell begrünt und erhalten auf dem Sockelgeschoss großzügige Pflanzinseln mit Gräsern, Sträuchern und Büschen.

 

Die Schüler/Innen der Grundschule werden vom Verkehr durch den neu entstehenden Tunnel zur Tiefgarage und zum Park & Ride-Gelände abgeschirmt.

 

Gleichzeit entsteht dadurch oberirdisch ein bepflanzter Wall mit verkehrsfreiem Durchgang zwischen Busbahnhof und Schule. Zusätzlich wird zum ebenerdigen Parkplatz (Einzelhandel) eine klare Abgrenzung zum Pausenhof angelegt. Hierfür sind begrünte Pergolen zur Schule hin vorgesehen, die weiteren Sicht- und Lärmschutz bieten.


Auch der Anlieferbereich für den Einzelhandel ist innenliegend im Gebäude vorgesehen. Das Be- und Entladen wird dadurch für das Umfeld störungsfrei organisiert, da nach Zufahrt des Liefer-LKW´s ein festes Tor geschlossen wird. Die Arbeiten finden somit in einem eigens dafür konzipierten Gebäudeteil unsichtbar statt.

Das neue Gebäude ergreift die Chance, mit seiner stadträumlichen Integration, der nachhaltigen Nutzungsstruktur und der architektonischen Qualität, das Bahnhofsquartier lebendig aufzuwerten und für die Gemeinde Gauting identitätsstiftende Qualität zu realisieren.

Sondergebiet


Das Neubaugebiet wird im Bebauungsplan als Sondergebiet ausgewiesen.

Dies steht nicht im Zusammenhang mit einer Verringerung von Abstandsflächen, vielmehr beruht diese Entscheidung auf der Empfehlung des Landratsamtes Starnberg und basiert auf §11 Abs. 2 Nr. 2 BauNVO (Baunutzungsverordnung), der besagt, dass großflächige Einzelhandelsbetriebe in Verbindung mit Wohnraum-Gebäuden angeboten werden können.

Dies ist in einem Mischgebiet nicht möglich.

Grünplanung

Aufgrund der ehemaligen Bebauung besteht keine Verpflichtung des Bauträgers, für Ausgleichsflächen bzw. in erheblichem Umfang für Begrünung zu sorgen.

Die Grünplanung des Investors sieht jedoch vor, dass Plätze, Terrassen und Dächer begrünt werden. 
Auf dem ebenerdigen Parkplatz sind begrünte Pergolen und ein großer Baum, der aus der Tiefgarage empor wächst, vorgesehen. Die Dachflächen sind generell begrünt und erhalten auf dem Sockelgeschoss großzügige Pflanzinseln mit Gräsern, Sträuchern und Büschen.

Leider müssen Bestandsbäume auf dem gesamten Bahnhofsareal gefällt werden, um die Bebauung
und die Neuanlage dieses Planungsbereiches zu ermöglichen. Allerdings muss die Mehrzahl der Bestandsbäume für die Verkehrsoptimierung im Bahnhofsumfeld (Park&Ride/Bike&Ride/Busbahnhof etc.) weichen und nicht für den geplanten Neubau des Wohn- und Geschäftshauses.

Es ist aber auch vorgesehen, dass entsprechende Neupflanzungen nach Abschluss der Bauarbeiten für das Wohn- und Geschäftshaus sowie für den Umbau des Park & Ride-Geländes in vergleichbarem Umfang stattfinden.

Gemeinde Gauting 
Bahnhofstr. 7
82131 Gauting
Tel. 089 89337-0
Fax 089 8504861
info(at)gauting.de

Bürgerbüro Stockdorf
Mitterweg 34
82131 Stockdorf
Tel. 089 89337-150
Fax 089 89337-750
buergerbuero-stockdorf(at)gauting.de

zu den Öffnungszeiten

Gautinger Bürgerbroschüre (Stand 06/2018)

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