Wappen Gemeinde Gauting

Ausschreibungsverfahren

Das gesamte Verfahren erstreckte sich von Dezember 2015 bis heute.

Da es sich um ein Schlüsselgrundstück für die Entwicklung des Bahnhofsumfelds handelt, wurde zuerst untersucht, welche Grundstücke der Bahnhof für seine Funktionalität benötigt, und welche Flächengröße veräußert werden kann. Gleichzeitig wurde auch erörtert, wie die Erschließung aussehen soll.

Eine Leitlinie und somit eine Grundlage lieferte zunächst das Raumordnerische Entwicklungskonzept (ROEK), das von den Städten Germering, München und Starnberg sowie von den Gemeinden Gauting, Gräfelfing, Krailling, Neuried und Planegg in den Jahren 2013/2014 erarbeitet wurde.

Der Schlussbericht wurde im April 2014 erstellt. Er soll die beteiligten Kommunen darin unterstützen, ihre Entwicklungsplanungen auf der Grundlage von gemeinsam erarbeiteten Zielen, Szenarien und Maßnahmen auszurichten. 

Aus diesem Bericht geht für die Gemeinde Gauting hervor, dass ein Fokus im Bereich Wohnen und Siedlung in der innerstädtischen baulichen Verdichtung liegt, um mehr Wohnraum zu schaffen. Nur so sieht man zukunftsorientiert die Möglichkeit, auch junge Familien an Gauting zu binden, um eine Überalterung der Bürgerschaft zu vermeiden. Gleichzeitig werden durch diese verdichtete, kompakte Bebauung Naherholungsgebiete und Grünflächen im Umfeld erhalten.

Im Rahmen der Analysen wird deutlich, dass eine Chance in der Weiterentwicklung des Bahnhofsbereichs liegt. Planungen zu einer zeitnahen Erweiterung des Baurechts im Bahnhofsareal sowie einer städtischeren Bebauung sind hierin bereits festgehalten.

Auszug:


Gesamter Abschlussbericht ROEK zum Download:
Teil 1:   Raumordnerisches Entwicklungskonzept München Südwest: Texte
Teil 2:   Raumordnerisches Entwicklungskonzept München Südwest: Karten

Darüber hinaus sind städtebauliche Aspekte aus dem
Bürgerbeteiligungsverfahren „Gauting entfalten“ mit eingeflossen.

 

In der darauf folgenden weiterführenden Detailplanung wurde zusammen mit dem Ingenieurbüro Obermeyer mit der Entwicklung eines Verkehrskonzeptes begonnen.
Parallel dazu wurde die Erstellung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) beauftragt.

Für den anstehenden Verkauf des Grundschulareals wurden vorzeitig Kriterien aus verkehrstechnischer und städtebaulicher Sicht ermittelt und durch den Gemeinderat festgelegt.

Die Architektin Frau Schreiber, die mit der Erstellung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts beauftragt ist, wurde in den Gesamtprozess mit einbezogen, um die maßgeblichen Eckpunkte in das spätere Bieterverfahren zum Verkauf des Areals mit einzubringen.

Nachdem diese Parameter für die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes feststanden, wurde im Gemeinderat beschlossen, den Verkauf mittels eines Bieterverfahrens öffentlich auszuschreiben.


Zusammengefasst:
Anforderung / Vorgaben in der Ausschreibung zur Investorensuche – "Grundschul-Areal“

Rahmenziele für die Neubebauung des Areals:

  • Bezug und Aufwertung des Bahnhofsquartiers und der Bahnhofstraße als zentraler Dreh- und Angelpunkt
  • Ausbildung Stadteingang und Steigerung der Passantenfrequenz, Aufenthaltsqualität, Versorgungsfunktion
  • Attraktive Vorplatzgestaltung und Ausbildung klarer Raumkanten
  • Einhaltung der baurechtlichen Rahmenbedingungen, u.a. Geschossflächenzahl (GFZ) von 1,6
  • vollumfängliche attraktive Fassadengestaltung
  • attraktiver und ausgewogener Nutzungsmix
  • Abstimmung Nutzungsmix auf innerstädtische Nutzung und Vermeidung kleinteiliger Strukturen
  • Stärkung der Wohnfunktion im Ortszentrum
  • Flexibilität der Immobilienstruktur
  • Erschließung des Grundstücks (insbesondere Stellplätze, Verkehrsanbindung, Logistik/Anlieferverkehr)

Eine Veröffentlichung zum Teilnahmewettbewerb (Investorensuche) erfolgte im Bayerischen Staatsanzeiger sowie auf der Website der Gemeinde Gauting.
Zusätzlich informierte die begleitende Fachfirma Drees & Sommer 71 potenzielle Investoren über das Teilnahmeverfahren.

Aus den verschiedenen Interessensbekundungen traf der Bauausschuss in einem mehrstufigen Auswahlverfahren eine Vorauswahl.

Das Bieterverfahren wurde nichtöffentlich behandelt, da es galt, Abreden unter den Bietern zu verhindern, um ein transparentes und faires Verfahren zu ermöglichen. Die Begleitung des Bieterverfahrens erfolgte durch eine externe Fachfirma.

Im Rahmen einer durch den Gemeinderat festgesetzten Matrix wurden die eingereichten Entwürfe nach drei Oberkriterien beurteilt.


Entscheidungsmatrix in der Übersicht:

  • Im Rahmen einer festgesetzten Matrix wurden die eingereichten Entwürfe
    nach 3 Oberkriterien beurteilt.

    I. Architektur / Städtebauliches - Einfluss: 40 %

    Gesamtkonzept: Bezug und Aufwertung Bahnhofsquartier und Bahnhofstraße,
    Attraktive Vorplatzgestaltung, Bildung klarer Raumkanten, Ausbildung Stadteingang, Vernetzung mit Umfeld, Zugänge, vollumfängliche attraktive Fassadengestaltung
    Einhaltung baurechtlicher Vorgaben

    II. Nutzung – Einfluss: 20 %

    Flexibilität der Immobilienstruktur, Drittverwendungsfähigkeit
    Nutzungsstruktur / Nutzungsmix
    Logistische Erschließung, Organisation Anliefer- und Kundenverkehr

    III. Wirtschaftlichkeit – Einfluss: 40%

    Preis

Weitere Zwischenschritte der Auswahl wurden im "Bauausschuss - im nichtöffentlichen Teil" in den Sitzungen vom 07.06.2016 und 26.06.2016 vorgenommen:
[wir bitten hier um Ihr Verständnis, da dies im "Nichtöffentlichen Teil" stattfand, dass dies auch zum Schutz von Rechten Dritter, auch jetzt nicht veröffentlicht werden kann.]

Abschließend wurden am 08.12.2016 drei Entwürfe dem Gemeinderat – in öffentlicher Sitzung – vorgestellt. Die Bewertung der einzelnen Angebote sowie die abschließende Abstimmung erfolgten im nichtöffentlichen Teil.


Der Gemeinderat hat mit einer eindeutigen Mehrheit von 21 zu 2
(2 Gemeinderäte waren in dieser Sitzung nicht anwesend) dem Entwurf des

Bieters D:
Firma Sontowski und Partner aus Erlangen zugestimmt.

Der notarielle Vertragsabschluss erfolgte am 13.12.2016.
Es wurde ein Kaufpreis von etwas über 9 Mio. Euro erzielt.

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Gautinger Bürgerbroschüre (Stand 06/2018)

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