Filmfriend - Unser Highlight im September

Film des Monats - Der perfekte Chef

eine schwarze Komödie um einen skrupellosen Fabrikchef, grandios verkörpert von Javier Bardem startet am 4. September

Fabrikbesitzer Julio Blanco gilt als vorbildlicher Unternehmer: engagiert, fürsorglich und erfolgreich. Doch hinter der makellosen Fassade verbirgt sich ein Chef, der autoritär handelt, sobald der reibungslose Betrieb auf dem Spiel steht. Als sein Unternehmen kurz vor einer renommierten Auszeichnung für hervorragende Unternehmensführung steht, geraten zahlreiche Probleme außer Kontrolle. Um die Situation zu retten, überschreitet Blanco zunehmend moralische Grenzen. – Die satirische schwarze Komödie DER PERFEKTE CHEF wirft einen ebenso pointierten wie kritischen Blick auf moderne Arbeitswelten und das Spannungsfeld zwischen Führungskräften und Beschäftigten. In der Hauptrolle überzeugt Javier Bardem als charismatischer Fabrikbesitzer, dessen Skrupellosigkeit sich erst nach und nach offenbart.

Der vielfach ausgezeichnete Film erhielt unter anderem den Europäischen Filmpreis und mehrere Goya-Auszeichnungen, die wichtigsten Filmpreise Spaniens.

Buchtipp

Robert L. Stevenson: Reise mit einer Eselin durch die Cevennen

Standort: Biografie - Reisereportage - Stevenson

 

Im Jahr 1878 unternahm der Autor der „Schatzinsel“ eine zwölftägige Wanderung durch die Cevennen in Frankreich und verarbeitete dieses Abenteuer in einem Reisebericht. Seine einzige Begleiterin ist die kleine, graue Eselin Modestine, die für den Transport seines Gepäcks zuständig ist. Die Reise beginnt jedoch als handfeste Geduldsprobe, da Modestine sich als extrem eigensinnig erweist, ständig trödelt und Stevenson mit ihrem unerschütterlichen Sturkopf regelrecht zur Verzweiflung treibt. Geistreicher Humor und feine Ironie treffen hier auf atmosphärische Natur- und Landschaftsbeschreibungen.

[Zum Buch im Katalog]

Buchtipp

Chris Guillebeau: Die Dringlichkeitslüge

Standort: Körper & Seele - Besser Leben

 

In „Die Dringlichkeitslüge entlarvt Chris Guillebeau den weit verbreiteten Glauben, wir hätten einfach nicht genug Zeit im Alltag. Stattdessen zeigt er auf, dass das ständige Gefühl des Hinterherhinkens und der Stress auf unrealistischen Erwartungen, künstlich erzeugter Dringlichkeit und falschen Prioritäten beruhen. Das Buch beschreibt Wege, den eigenen Fokus bewusst zu steuern: Indem wir unsere persönlichen Grenzen definieren, können wir uns von der permanenten Reaktion auf äußere Einflüsse befreien und mehr Ruhe und Lebensqualität gewinnen.

[Zum Buch im Katalog]

Buchtipp

Konstantin Richter: Dreihundert Männer

Standort: Geschichte - Deutsche Geschichte - Zeitgeschichte

 

Als „Sachbuch des Jahres 2026“ ausgezeichnet, schafft es Konstantin Richter deutsche Wirtschaftsgeschichte plastisch und spannend zu vermitteln. Von den 1870er Jahren bis hinein in die 1990er wurden die wirtschaftlichen Geschicke Deutschlands von einer nicht allzu großen Gruppe Männer geleitet. Fehden gab es dabei selbstverständlich genauso wie diskrete Abmachungen. Richters große Kunst besteht darin, im Stile eines Florian Illies, den Stoff faktentreu, aber sehr szenisch und wunderbar montiert aufzuarbeiten.

[Zum Buch im Katalog]