Warnung vor Hitze und Waldbrandgefahr

Im Landkreis Starnberg gelten Warnungen aufgrund der aktuellen Wetterlage.

Für den Landkreis Starnberg ist im Zeitraum vom 26.06. bis 01.07.2026 von einer angespannten Lage durch Hitze, erhöhte Waldbrandgefahr (Waldbrandstufe 4, örtlich Waldbrandstufe 5) und zeitweise Gewitter-/Unwettergefahr auszugehen.

Für die Bevölkerung geben das Landratsamt Starnberg und die Gemeinde Gauting deshalb mehrere Empfehlungen aus.

Bei Hitze
Der Landkreis Starnberg gibt folgende konkrete Empfehlungen zum Schutz vor Hitze:

  • Körperliche Belastung vermeiden: körperliche Arbeiten und sportliche Aktivitäten auf die kühleren Morgenstunden (vor 11 Uhr) oder Abendstunden (nach 18 Uhr) verlegen  
  • Ausreichend trinken: Mindestens 2–3 Liter Wasser oder ungesüßte Tees täglich, ohne Durst zu spüren. Alkohol und koffeinhaltige Getränke vermeiden, da sie den Körper zusätzlich entwässern  
  • Kühl bleiben: Auf kühle Räume zurückziehen, Räume tagsüber abdunkeln und verschließen, nachts für Abluftkühlung öffnen  
  • Richtig Lüften: Tagsüber Räume geschlossen halten, nachts öffnen für Kühlungsluft  
  • Kühle (Wasser) nutzen: kühle Bäder, Fußbäder, Wannenbäder oder Wasserspritzungen an Armen und Beinen helfen beim Abkühlen  
  • Leichte Kleidung: Helle, luftige und lockere Kleidung aus natürlichen Stoffen (Leinen, Baumwolle) tragen, Kopfbedeckung und Sonnenbrille im Freien verwenden  
  • Sonnenschutz: Nicht in die pralle Sonne, Sonnenschutzmittel mit hoher Schutzfaktor (mindestens 30) verwenden  
  • Essen anpassen: Leichte, wasserreiche Speisen wie Obst, Gemüse, Salate bevorzugen, schwere und fettige Mahlzeiten vermeiden 
  • Besondere Schutzgruppen: ältere Menschen, Kleinkinder, Säuglinge, chronisch Erkrankte im Außendienst benötigen besonderen Schutz – regelmäßig auf Hitze-Stress achten  
  • Niemals Personen in Fahrzeugen lassen: Kinder, Säuglinge und ältere Menschen niemals in abgestellten, geschlossenen Fahrzeugen lassen (auch nicht mit geöffneten Fenstern) – innerhalb von Minuten kann sich die Temperatur im Fahrzeug auf über 50 °C erhöhen.  
  • Hitzeberatung: Bei Hitzebeschwerden (Kreislaufprobleme, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel) sofort kühle Orte suchen, Füße erhöhen, bei schweren Symptomen Rettungsdienst 112 alarmieren  

Bei Waldbrandgefahr

  • Offenes Feuer und Grillen im oder am Wald strikt zu unterlassen!
  • Keine Zigarettenreste, Glasflaschen oder anderen entzündlichen Materialien in der Natur zurücklassen!
  • Fahrzeuge und Motorräder nicht auf trockenem Gras oder leicht entzündbarem Untergrund abstellen (heiße Katalysatoren können Gras entzünden)!
  • Bei Rauchentwicklung oder Feuer sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren!
  • Zufahrten zu Wäldern und Einsatzflächen freihalten!  
  • Das Rauchverbot im Wald ab Anfang März unbedingt einhalten!
  • Die Gemeinde appelliert an die Bevölkerung, das Grillen insbesondere mit Kohlegrills angesichts der aktuellen Lage grundsätzlich zu meiden, da der damit verbundene Funkenflug in der aktuellen Situation ein erhöhtes Risiko darstellt.

Bei Unwetter- und Gewitterwarnung

  • Bei Gewittern im Freien sofort Schutz in Gebäuden suchen! 
  • Nicht unter einzelnen Bäumen stehen bleiben (Blitzgefahr)!  
  • Fahrzeuge bei Starkregen nicht in tiefliegenden Bereichen oder unter Bäumen parken!  
  • Überflutungsstraßen nicht befahren (Wassertiefe unbekannt)! 
  • Einsatzkräfte: bei Gewittern und Sturm besonders auf Selbstschutz achten!  
  • Unterkünfte und Notfallpläne für Überflutungen vorbereiten  

Besondere Aufmerksamkeit – Besonders hoch ist die Gefahr in:

  • lichten Kiefern- und Fichtenwäldern (Waldbrand)  
  • sonnigen Südhängen (Waldbrand)  
  • stark frequentierten Ausflugsgebieten am See und im Wald (Waldbrand)
  • tiefliegenden Bereichen und nahen Gewässern (Überflutung bei Starkregen)  
  • Freiflächen ohne Windschutz (Sturmwind bei Gewitter)  

Kommen Sie gut durch die nächsten Tage und achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen!