Wappen Gemeinde Gauting

Radfahren in Gauting und im Landkreis

Gauting legt großen Wert auf zukunftsfähige und nachhaltige Energiepolitik.
Den auf Landkreisebene beschlossenen Klimaschutzzielen im Fünfseenland ist neben 14 weiteren teilnehmenden Kommunen auch Gauting beigetreten. Sei es durch die Gründung eines Regionalwerkes Würmtal, durch Investitionen im Baubereich oder aber durch bestimmte lokale Initiativen und Aktionen: in allen Bereichen wird dazu beigetragen, diesen gesetzten Zielen auch gerecht zu werden.


Klimaschutz geht uns alle an - sowohl im Öffentlichen wie auch im Privatbereich.

In diesem Kontext wird in Gauting auch dem Thema Mobilität eine große Bedeutung beigemessen. Der Radverkehr im Nahverkehrsbereich wird hierbei in besonderer Weise beleuchtet. Studien belegen, dass sich nahezu 50 % aller Autofahrten allein im Nahverkehrsbereich bewegen, kürzer als 6 Kilometer sind und die Umwelt entsprechend belasten. Ein knappes Viertel dieser Fahrten liegt sogar unterhalb von 2 Kilometern. Mobilität im näheren Umfeld ist also ein zentrales Grundbedürfnis im Privat - wie auch im Wirtschafts- und Berufsleben.Unstrittig ist: Radfahren ermöglicht im 10-Minuten-Radius eine Erreichbarkeit aller Ziele von ca. 30 km². Es erspart der Umwelt Lärm, Schadstoffe und rund 140 g Kohlendioxid (CO2) im Verhältnis zur Autofahrt. Es schont den Geldbeutel, hält fit und bringt uns - vor allem im Stadtverkehr - schneller ans Ziel. Der Radverkehr ist zudem in mehrfacher Hinsicht ein positiver Wirtschaftsfaktor. Der Anteil des boomenden Marktes von E-Bikes wird auch in den kommenden Jahren weiter anhalten und sogar noch zunehmen. Schlappe Akkus und anfällige Elektronik sollen nach Angaben der Marktführer der Vergangenheit angehören. Unterschiedliche Akku-Aufladsysteme schränken den Nutzer allerdings derzeit noch ein. Bleibt zu hoffen, dass hier bald eine einheitliche Regelung - ähnlich wie bei den Aufladekabeln bei Mobilfunkgeräten- gefunden wird.Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass sich vor allem in Städten bis zu 30 % der PKW-Fahrten auf den Radverkehr verlagern lassen. Allein diese Änderung im Mobilitätsverhalten würde nach Schätzungen des Umweltbundesamtes in Deutschland etwa 7,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Diese auch in Gauting vorstellbare lokale Zielsetzung wäre ein enormer Gewinn zum Klimaschutz. Eine gute Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln gewährleistet eine attraktive Flächenerschließung im Umweltverbund des Fünfseenlandes.

Die Umsetzung
Die Gemeinde Gauting macht durch Aktionen wie: Radel-Aktionstag, Stadtradeln oder Umwelttage auf die besondere Bedeutung des Fahrrades aufmerksam. Die Errichtung von E-Bike-Stationen fließen in aktuelle ortsplanerische Überlegungen mit ein (zum Beispiel Bahnhofsumfeld). Der Bestand an Fahrradabstellmöglichkeiten wird routinemäßig überprüft, hinterfragt und gegebenenfalls ergänzt.

In den Jahren 2005 bis 2010 wurden in Bayern rund 128 Millionen € in den Bau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen investiert. Auch auf kommunaler Ebene wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten jährliche in bauliche Maßnahmen investiert. Dadurch wurde und wird das Gautinger Radelnetz stetig erweitert beziehungsweise verbessert.

Gautings erste Fahrradstraße eingerichtet

Am 08. November 2018 war es so weit und die erste Gautinger Fahrradstraße konnte offiziell freigegeben werden. Auf der Königswieser Straße ist es Fahrradfahren seither gestattet nebeneinander zu fahren und sie genießen Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern.

Gautings Erste Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, auf deren Initiative die Fahrradstraße eingerichtet wurde, erklärt: „Durch die Einrichtung der Königswieser Straße als Fahrradstraße, können wir die Aufhebung der bisher geltenden Tempo-30 Regelung, die rechtlich nicht haltbar war, kompensieren. Wir schaffen zusätzlich ein attraktives Angebot für Radfahrer aus Königswiesen in Richtung Gauting und zurück zu fahren. Hiervon profitieren auch zahlreiche Schulkinder.“

In Deutschland sind Fahrradstraßen dem Fahrradverkehr vorbehalten. Mit anderen Fahrzeugen dürfen sie nur dort benutzt werden, wo dies durch Zusatzzeichen angezeigt ist. In der Königswieser Straße gilt eine „Anlieger frei“-Regelung. Allen Kraftfahrzeugen ist eine maximale Geschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben.

„Als Teilstrecke des Kreisradwegenetzes ist die Maßnahme erforderlich und geeignet, den bestehenden und zukünftigen Radverkehr auf dieser Straße zu sichern. Wir werden die Polizei Gauting bitten, die Einhaltung der neuen Regelung zu kontrollieren“, ergänzt Maximilian Donner, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Gauting.

Kosten sind der Gemeinde Gauting lediglich in Form der Beauftragung des gemeindlichen Bauhofs und für die neuen Verkehrszeichen entstanden. Es werden darüber hinaus noch zwei Piktogramme aufgebracht, die die vorhandene Beschilderung ergänzen.

Weitere Fahrradstraßen sind derzeit nicht vorgesehen, könnten aber im Rahmen des derzeit erarbeiteten Gesamtverkehrskonzeptes wieder Thema werden.

Aktuelles Infoportal rund um Reise und Verkehr

Das Internetportal des Bayernnetzes für Radler wird auch in Zukunft kontinuierlich erweitert:
www.bayerninfo.de

In Bayern bereits vorhandene Netzwerke für den Radverkehr finden Sie hier:
www.bodensee-koenigssee-radweg.de

Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern
Entscheidend für die Erweiterung des Aktionsradius im Nahverkehrsbereich (10-Minuten-Radius = Zielerreichung innerhalb von 30 km²) ist die Verknüpfung des Fahrrades mit anderen attraktiven Verkehrsträgern. Bei der Kombination von ÖPNV und Radverkehr können beide Vorteile optimal verbunden werden.
Hierzu bieten sich folgende Nah- und Fernverkehrsträger an, die Kombinationsformen mit dem Fahrrad ausdrücklich unterstützen. In den Sommermonaten, an Wochenenden, Sonn- und Feiertagen werden auf mehreren Strecken spezielle Fahrradzüge angeboten.
www.mvv-muenchen.de
www.bahn.de  

Fahrradverleih
Bekanntlich haben sich im Privatsektor wie auch im öffentlichen Bereich eine Reihe von Fahrradverleihanbietern etabliert, die den Freizeitmarkt bedienen aber auch einen gewissen Bereich des Alltagslebens abdecken. Teilweise werden dabei auch E-Bikes angeboten um dem anhaltenden Boom-Markt „Elektrobikes“ gerecht zu werden. Regionale Netzwerke erleichtern dabei die Nutzbarkeit.
Wichtige Adressen hierfür sind:
www.bahn.de
www.movelo.com

Verleih von E-Bikes
Der Fahrradladen Rad(t)los in der Bahnhofstraße Gauting bietet E-Bikes zum Verleih an.

Betriebliches Mobilitätsmanagement
Außerhalb Bayerns gibt es eine Reihe von nachahmenswerten und gelungenen Initiativen, bei denen durch eigene Ideenfindung das Mobilitätsverhalten verändert und ein positiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet wurde.
www.fahrrad-fit.de
www.bikeandbusiness.de


ADFC

Der ADFC in Deutschland kombiniert das Thema Fahrrad mit Übernachten. Außerdem werden für Mitglieder und Interessenten Fahrradtouren organisiert.
www.bettundbike.de

VCD
Der Verkehrsclub Deutschland ist in Bayern durch einen eigenen Internetauftritt präsent. Auch hier werden Beiträge rund um das Fahrrad thematisiert.
www.vcd-bayern.de


Deutschlandweite Kampagnen
In verschiedenen bundesweiten Kampagnen wird das Fahrrad als Null-Emissions-Fahrzeug als Mitmachaktion propagiert:

Die vom Klimaschutzbund Deutschland e.V. initiierte Aktion „Stadtradeln“ findet deutschlandweit regen Zuspruch. Nahezu 4 Millionen km wurden in Deutschland gemeinschaftlich erradelt. Die Gemeinde Gauting hat sich zum zweiten Mal daran beteiligt und in einem Zeitraum von 3 Wochen bei 73.633 km 10,6 Tonnen CO2 eingespart.
www.stadtradeln.de

Von anderen Veranstaltern werden ebenso Fahrrad-Aktionen zum Mitmachen angeboten, die alle auch den Klimaschutzgedanken verfolgen.
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de
www.kopf-an.de
www.klima-tour.de

Gemeinde Gauting 
Bahnhofstr. 7
82131 Gauting
Tel. 089 89337-0
Fax 089 8504861
info(at)gauting.de

Bürgerbüro Stockdorf
Mitterweg 34
82131 Stockdorf
Tel. 089 89337-150
Fax 089 89337-750
buergerbuero-stockdorf(at)gauting.de

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