Bahnhofsgebäude

Ausschreibungsverfahren für das entwidmete Bahnhofsgebäude Gauting

Das Gautinger Bahnhofsgebäude (Anschrift: Bahnhofplatz 1, 82131 Gauting) auf dem Grundstück der Gemeinde Gauting soll perspektivisch umfassend saniert und entsprechend der im Planungskonzept skizzierten Nutzung als “Bürgerbahnhof” umgebaut werden. 

Zu diesem Zweck hat sich der Gemeinderat für die Ausschreibung des Gebäudes im Erbbaurecht entschieden. Ziel der Ausschreibung war es, unter Wahrung des Transparenzgebots sowie des Gleichbehandlungsgrundsatzes einen Erbbauberechtigen zu finden bzw. auszuwählen, der das Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes nach Durchführung der erforderlichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in einer überwiegend dem Interesse der Allgemeinheit dienenden Weise nutzt.

Auswahl eines Nutzungskonzepts

Im Zuge des Auswahlverfahrens hatten insgesamt sechs Bewerber die Möglichkeit, ihr Nutzungskonzept dem Gemeinderat ausführlich vorzustellen. Der vom Gemeinderat favorisierte Investor präzisiert nun anhand vertiefter Analysen (u.a. der Bausubstanz) sein Konzept. Auf Grundlage des präzisierten Nutzungskonzepts soll dann ein Erbbauvertrag ausgearbeitet und verhandelt werden. 

Sobald über das Nutzungskonzept und den Erbbauvertrag Einigkeit herrscht, werden die Projektpläne öffentlich vorgestellt. 

Hintergrund: Entwicklung Bahnhofsumfeld

Plangutachtenverfahren

Die Gemeinde Gauting hat 2019 im Zuge einer Mehrfachbeauftragung verschiedener Planungsbüros ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Umfeld des Bahnhofs in Gauting erstellt. 

Aufgrund seiner innerörtlichen Lage kommt dem Areal eine besondere städtebauliche Funktion zu. Die Gemeinde Gauting besitzt mit dem Bahnhof einen zentralen Identifikationsort, der viele ankommende und abfahrende Bürger und Besucher prägt. Städtebauliches Ziel war es deshalb, das Bahnhofsquartier neu zu definieren, dabei aber Bestehendes zu integrieren, die Maßstäblichkeit am Ort zu erfassen und mit der gewachsenen Ortsstruktur im Umfeld zu vernetzen.

Siegerentwurf 2019

Sieger des Plangutachtenverfahrens war ein durch die Büros Beer Bembé Dellinger (Städtebau) sowie Fauth (Freianlagen) erarbeitete Konzept, das hier zum Download bereitsteht.

Der Siegerentwurf sieht im Wesentlichen eine Verdichtung und Ergänzung verschiedener Bebauungsbereiche vor, die aus der vorhandenen Struktur heraus entstehen sollen. Identität stiftende Substanz wie die beiden historischen Gebäude gegenüber dem Bahnhof oder das Bahnhofsgebäude selbst sollen dabei als Zeugnis lokaler Baukultur erhalten bzw. mit Respekt dem historischen Bestand gegenüber weiterentwickelt werden.

Dieses Konzept bildet seitdem die Grundlage für die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofareals.